im Maschinen- und Anlagenbau
00:00:01: KI-Übersetzungen wirken oft unglaublich einfach.
00:00:04: Text kopieren, Sprache auswählen, Ergebnisse übernehmen – und genau darin liegt das Problem!
00:00:12: Denn wer Übersetzung nur als Texte rein, Text raus versteht, übersieht den eigentlichen Prozess dahinter.
00:00:19: Terminologie, Kontext, Rückfragen, Prüfung, Freigabe und Verantwortung.
00:00:27: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcast zur technischen Dokumentation.
00:00:32: Ich bin Florian Schmieler von der GFT Akademie, schön dass Sie wieder mit dabei sind!
00:00:37: Heute schließen wir unseren drei Teilen zu KI-Übersetzungen in der Technische Dokumentierung ab.
00:00:43: In Teil eins haben wir darüber gesprochen warum ungeprüfte KI Übersetzung in Betriebsanleitungen, Warnhinweisen und technischen Unterlagen zum Risiko werden können.
00:00:56: ist nicht mehr nur Theorie.
00:00:58: Die ersten Fehler sind sichtbar, von KI-Texten in Veröffentlichungsprozessen bis hin zu Übersetzungsfehlern mit realen Folgen.
00:01:07: Heute kommt Teil drei und wir stellen die wichtige Frage wie macht man es richtig?
00:01:13: Aber bevor wir über KI Prozesse sprechen müssen wir einen Schritt zurückgehen denn in vielen Unternehmen gibt das ein Grundproblem der eigentliche Übersetzung prozess ist für viele Beteiligte eine Blackbox Die Blackbox Übersetzungsprozess.
00:01:32: In vielen Unternehmen sieht man nur den Anfang und das Ende des Prozesses.
00:01:37: Man sieht im Anfang einen deutschen Text, und am Ende liegt eine englische, französische oder italienische Version davon vor.
00:01:46: Was dazwischen passiert bleibt oft unsichtbar – und genau dadurch entsteht ein falsches Bild.
00:01:52: Übersetzung wirkt dann einfach wie ein einfacher Umwandlungsschritt Text rein, Sprache auswählen, Text raus.
00:02:00: Fertig!
00:02:04: Und wenn man Übersetzung so versteht, dann ist es naheliegend KI als perfekte Abkürzung zu sehen.
00:02:11: Warum doch einen professionellen Prozess bezahlen, wenn ein Tool in wenigen Sekunden eine flüssige Übersetzung erzeugt?
00:02:19: Denn auch hier liegt der Denkfehler.
00:02:22: Denn professionelle Übersetzung in der technischen Dokumentation ist nicht nur Sprachumwandlung – sie Terminologie, Kontextklerung, Übersetzung, Rückfragen, Prüfungen, Korrektur, Freigabe und Änderungsmanagement.
00:02:40: Und wenn man diesen Prozess nicht kennt, übersieht man was KI nicht ersetzen kann.
00:02:47: Warum Übersetzungsprozesse oft unterschätzt werden?
00:02:52: In der Praxis wird Übersetzung häufig erst sehr spät im Projekt wahrgenommen – die Maschine ist fertig!
00:02:58: Die Anleitung steht kurz vor der Veröffentlichung Der Kunde braucht die Unterlagen in mehreren Sprachen.
00:03:05: Der Vertrieb wartet, der Service braucht auch eine Sprachversion und plötzlich heißt es wir müssen das noch schnell übersetzen.
00:03:14: Allein dieser Satz zeigt schon das Problem – noch schnell übersetzen!
00:03:19: Das klingt als sei Übersetzung ein letzter kleiner Schritt am Ende so ähnlich wie PDF-Exportieren, Dateiversenden, Haken dran.
00:03:30: Aber bei technischer Dokumentation ist die Übersetzung kein kosmetischer Arbeitsschritt.
00:03:35: Es geht nicht darum einen Text nur schöner oder internationaler zu machen, es geht darum sicherzustellen dass Nutzerinnen und Nutzern in einer anderen Sprache genau dieselben Informationen erhalten – dieselben Warnungen, dieselben Handlungsanweisungen, dieselbe Verwendungsgrenzen, dieselbe Restrisiken, dieselbentechnischen Bedingungen dieselben Wartungsschritte und die selben Sicherheitsmaßnahmen.
00:04:06: Und das ist anspruchsvoll, denn technische Texte bestehen nicht nur aus Wörtern – sie bestehen mit spezifischer Bedeutung im Produktkontext.
00:04:18: Ein Begriff ist nicht einfach nur ein Begriff.
00:04:21: Ein Warnhinweis ist nicht auch nur ein Satz.
00:04:25: Eine Handlungseinweisung ist keine Formulierung.
00:04:29: Alles hängt mit Produkt-, Zielgruppe-Normen Sicherheit, Haftung und Nutzungssituation zusammen.
00:04:36: Wenn dieser Zusammenhang nicht verstanden wird, wirkt Übersetzung einfacher als sie ist – und genau dann wird KI leichtfertig eingesetzt wie ein professioneller Übersetzungsprozess eigentlich aussieht.
00:04:52: Schauen wir uns deshalb einmal an, wie eine professionelle Übersetzungsprozesse in der technischen Dokumentation grundsätzlich aussehen kann!
00:05:01: Natürlich unterscheiden sich Abläufe je nach Unternehmen, Branche Tools und Dienstleister.
00:05:08: Aber die Grundlogik ist oft sehr ähnlich.
00:05:13: Schritt eins – Auftragsklärung.
00:05:16: Am Anfang steht nicht die Übersetzung, am Anfang steht die Klärung vieler Fragen, die vom Auftraggeber und teilweise auch vom Dienstleiser gestellt oder beantwortet werden müssen.
00:05:29: Fragen wie was soll übersetzt werden?
00:05:32: Für welches Produkt?
00:05:34: für welchen Markt und in welche Zielsprache Für welche Zielgruppe?
00:05:39: Für welchen Zweck, also für die interne Nutzung oder für die Veröffentlichung.
00:05:44: Gibt es Sicherheitsrelevante Inhalte?
00:05:47: Gibt Es Normbegriffe deren Übersetzung bereits feststeht?
00:05:50: Gipt es vorhandene Übersetzungen?
00:05:53: Gip das ein Translation Memory?
00:05:56: Ghip des Terminologie?
00:05:59: wie werden Layout- oder Formatvorgaben gehandhabt?
00:06:03: Gips es Einschränkungen wie eine Zeichenbegrenzung und andere Besonderheiten?
00:06:08: Gibt es Lieferfristen oder gibt es besondere rechtliche Anforderungen?
00:06:15: Diese Fragen sind wichtig.
00:06:18: Denn eine Übersetzung für eine rein interne Verwendung braucht einen anderen Prozess als eine freigegebene Betriebsanleitung für die Nutzer, ein Werbetext braucht einem anderen Prozesse als ein Warnhenweis und ein Ersatzteilkatalog braucht eine andere Prüfung als eine Anleitung zur Störungsbeseitigung – denn der Zweck dieser Texte ist verschieden!
00:06:40: Ein Werbetext soll Aufmerksamkeit erzeugen, Interesse wegen und ein Produkt verkaufen.
00:06:46: Eine Betriebsanleitung soll eine Person sicher durch eine Handlung führen.
00:06:50: Ein Handwarnhinweis soll nicht schön glingen sondern eine Gefahr eindeutig benennen und eine klare Schutzmaßnahme vermitteln.
00:06:58: Und eine Anleitung zur Störungsbeseitigung muss nicht elegant sein – sie muss aber eindeutlich sein!
00:07:06: Wenn eine Anleihtung aber nun blumig formuliert wird wie ein Werbetext wird sich schnell unpräzise.
00:07:11: Dann wird aus einer klaren Anweisung plötzlich eine freundliche Empfehlung und genau deshalb ist die Auftragsklärung so wichtig.
00:07:21: vor der Übersetzung muss klar sein, was der übersetzte Text leisten soll.
00:07:28: Schritt zwei Ausgangstext überprüfen.
00:07:33: Der zweite Schritt ist der Ausgangstext.
00:07:36: Ist der Text überhaupt übersetzungsfähig?
00:07:39: Das klingt vielleicht ungewohnt Aber es ist einer der wichtigsten Punkte.
00:07:45: Denn schlechte Ausgangstexte erzeugen schlechte Übersetzungen, egal ob sie mit oder ohne Kai übersetzt werden.
00:07:53: Wenn der deutsche Begriff nicht eindeutig ist muss die Zielsprache raten.
00:07:59: Wenn Begriffe im Original wechseln, wechselt sie oft auch in der Übersetzung.
00:08:05: Wenn Warnhinweise unvollständig sind, werden Sie durch die Übersetzung nicht automatisch vollständiger.
00:08:12: Wenn Sätze verschachtelt und unglas sind, steigt das Risiko für Fehler.
00:08:17: Wenn Produktvarianten vermischt werden entstehen Missverständnisse Und all diese Fehler potenzieren sich mit der Anzahl an Zielsprachen.
00:08:28: Der letzte Punkt ist dabei Ein oft unterschätzter Faktor.
00:08:33: Jeder Fehler im Ausgangstext vor vielfältigt sich Mit der Anzahl an Zielsprachen.
00:08:38: Aus einem unglaren deutschen Satz wären dann fünf zehn oder zwanzig unklare, fremdsprache Gesetze.
00:08:46: Und je mehr Sprachen Märkte und Nutzergruppen betroffen sind, desto schwieriger wird es diesen Fehler später wieder sauber einzufangen und zu korrigieren.
00:08:56: Falls Sie jetzt denken aber wir haben doch schon seit Jahren technische Dokumente so übersetzen lassen und bisher gab es diese Probleme nicht.
00:09:07: der Grund dafür kann ganz einfach sein entweder sind die Fehler bisher nicht aufgefallen Oder was wahrscheinlicher ist, ein guter menschlicher Fachübersitzer hat bisher sehr viel für sie abgefangen.
00:09:20: Er hat gemerkt wenn ein Satz unglar war – er hat erkannt wenn wir Griffe unheitlich verwendet wurden ….
00:09:28: Er hat gesehen wenn ein Warnhinweis nicht vollständig wirkte….
00:09:31: Er hat bemerkt wenn Produktvarianten vermischt wurden und wenn er etwas nicht sicher verstanden hat konnte er Rückfragen stellen….
00:09:40: Auf diesem Prozessschritt gehen wir aber später noch ein!
00:09:43: Was macht KI?
00:09:45: Sie liefert einfach eine plausibel Übersetzung.
00:09:48: Und genau dadurch entsteht ein Risiko, denn Unglarheiten werden nicht sichtbar gemacht – sie werden geglättet!
00:09:56: Der Text klingt danach besser als vorher aber fachlich ist das Problem nicht gelöst.
00:10:01: es wurde nur schöner verpackt.
00:10:04: Deshalb muss der Ausgangstext vor der Übersetzung geprüft und vorbereitet werden.
00:10:09: gerade bei technischen Dokumentationen ist das keine Zusatzleistungen Es ist die Grundlage.
00:10:17: Schritt drei – Terminologie bereitstellen.
00:10:21: Der dritte Schritt ist Terminology und hier gibt es in vielen Unternehmen ein Missverständnis.
00:10:28: Viele sagen, Terminologie haben wir nicht, haben wir bisher auch nicht gebraucht.
00:10:34: Unsere Übersetzungen haben ja trotzdem funktioniert.
00:10:38: Aber genau das stimmt oft nur auf den ersten Blick Denn nur weil im Unternehmen keine offizielle Terminogielüste gepflegt wurde heißt das nicht dass keine Thermologiearbeit stattgefunden hat.
00:10:51: Sehr häufig wurde diese Arbeit einfach an einer anderen Stelle geleistet, nämlich vom langjährigen Übersetzungsdienstleister oder von der erfahrenen Fachübersetzerin.
00:11:02: Diese haben sich im Laufe der Jahre intensiv in die Produkte, die Branche und die Kundensprache eingearbeitet.
00:11:10: Diese Personen haben nicht einfach Wort für Wort übersetzt – sie haben Fachworterbücher verwendet, sie haben bestehende Dokumente Verglichen, sie haben frühere Übersetzungen wiederverwendet.
00:11:22: Sie haben kundenspezifische Wortlisten aufgebaut.
00:11:26: Sie habe Begriffe vereinheitlicht und gemerkt wenn ein Begriff plötzlich anders verwendet wurde.
00:11:33: Und sie haben oft stillschweigend dafür gesorgt dass ein Bauteil in Anleitung Ersatzteilkatalog und Softwareoberfläche möglichst gleich benannt wurde.
00:11:43: Wenn dieser Schritt nun durch eine ungeprüfte KI-Übersetzung ersetzt wird fällt genau diese unsichtbare Qualitätsleistung weg.
00:11:50: Die KI kennt nicht automatisch ihre aus internen Begriffe.
00:11:55: Sie kennt nicht zuverlässig die Begriffshistorie in ihrer Dokumentation, sie weiß nicht wie ihr Übersetzer bestimmte Fachbegriffe seit Jahren konsistent übertragen hat und sie kennt nichts sicher ob ein Begriff in ihrem Unternehmen bewusst so gewählt wurde oder nur zufällig im Ausgangstext steht.
00:12:16: Deshalb braucht es spätestens beim Einsatz von KI eine explizite Thermologiebasis.
00:12:22: nicht riesig, nicht perfekt aber verbindlich.
00:12:26: Also zum Beispiel die wichtigsten Produktbegriffe, die wichtigste Sicherheitsbegrffe HMI Begriffe verbotene Synonyme und festgelegte Übersetzungen für zentrale Fachbegriffen.
00:12:40: ohne diese Grundlage improvisiert das System Und das kann dazu führen dass dieselbe Komponente in drei Kapiteln unterschiedlich heißt das warnhinweise andere Begriffe verwenden als die Software-Aberfläche oder dass bereits etablierte Kundenbegriffe verloren gehen.
00:12:59: Thermologie ist deshalb keine zusätzliche Bürokratie, sie ist sichtbar gemachte Erfahrung, die früher oft beim Übersetzer oder Dienstleister lag.
00:13:10: und wenn Unternehmen diese Erfahrungen nicht benutzen sondern direkt mit KI arbeiten müssen Sie diese Grundlage selbst schaffen und pflegen sonst sparen sie ihn.
00:13:19: nicht nur Übersetzungsgosten Sie sparen auch genau den Teil weg, der bisher für Konsistenz gesorgt hat.
00:13:27: Schritt vier Translation Memory und vorhandene Inhalte nutzen.
00:13:32: Ein professioneller Übersetzungsprozess beginnt selten bei Null.
00:13:36: In vielen Unternehmen gibt es bereits übersetzte Inhalts.
00:13:39: Frühere Anleitungen Datenblätter HMI Texte Warnhinweise Service Informationen Ersatzteilisten oder Produktbeschreibungen.
00:13:50: Diese Inhalter sollten genutzt und wiederverwendet werden.
00:13:54: Dafür gibt es sogenannte Translation-Memory-Systeme.
00:13:57: Ein Translation Memory speichert bereits übersetzte Segmenten.
00:14:02: Ein Segment kann ein ganzer Satz, ein Teil davon oder eine Sinneinheit sein.
00:14:06: Wenn ein ähnliches oder identisches Segment erneut vorkommt, kann die vorhandene Übersetzung wieder verwendet wird.
00:14:16: Das hat mehrere Vorteile.
00:14:18: Erstens Konsistenz Gleiche Inhalte werden gleich übersetzt.
00:14:24: Zweitens Effizienz Nicht alles muss immer neu übersetzt werden.
00:14:30: Drittens Qualität Bereits geprüft die Übersetzungen können erneut genutzt werden.
00:14:37: Viertens Änderungsmanagement Man sieht besser was neu ist und was bereits bekannt war.
00:14:43: Und fünftens Ersparnis Inhalde, die bereits vorhanden sind müssen nicht mehr mit dem gleichen Aufwand übersetzt wie neue Inhalte.
00:14:54: Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem schnellen Copy-Paste in ein beliebiges KI-Tool.
00:15:00: Ein professioneller Prozess nutzt vorhandenes Wissen, einen unkontrollierter KI-Einsatz beginnt jedes Mal neu.
00:15:09: Schritt Fünf Die Übersetzung oder die Maschinelle Vorübersetzung.
00:15:15: Erst jetzt kommt der eigentliche Übersetzungsschritt.
00:15:18: Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten Eine klassische Fachübersetzung durch qualifizierte Übersetzerinnen und Übersetzen, oder eine maschinelle Vorübersetzung mit anschließendem Post-Editing.
00:15:31: Oder ein hybrider Prozess bei dem Translation Memory Terminologie Maschinelle Übersetzung und menschliche Prüfungen kombiniert werden.
00:15:40: Übersetzung Durch den Menschen.
00:15:43: Schauen wir uns als erstes den Übersetzungsprozess durch menschlichen Übersätzen an.
00:15:48: Viele stellen sich diesen Übersetztungsprozesses ungefähr so vor Ein Text liegt auf Deutsch vor.
00:15:54: Der Übersetzer schreibt ihn in Englisch neu und am Ende ist die Übersetzung fertig.
00:16:01: In Wirklichkeit ist dieser Schritt deutlich dynamischer.
00:16:05: Ein Fachübersetze arbeitet sich segment für segment durch den Text, also Satz für Satz oder Abschnitt für Abschnitt.
00:16:12: Dabei übersetzt er nicht nur Wörter sondern prüft ständig Bedeutung Zusammenhang und Terminologie.
00:16:18: Er schaut was es hier wirklich gemeint?
00:16:22: Passt dieser Begriff zu den vorherigen Kapiteln, wurde dieselbe Komponente weiter oben schon einmal anders bezeichnet?
00:16:29: Bezieht sich dieser Hinweis auf alle Varianten oder nur auf eine bestimmte Produktausführung?
00:16:35: Passt die Formulierung zur Zielgruppe?
00:16:38: Ist das jetzt eine reine Beschreibung oder eine sicherheitsrelevante Handlungsanweisung.
00:16:44: Und oft läuft dieser Prozess nicht nur von oben nach unten – ein Übersetzer springt im Dokument zurück!
00:16:51: Er gleicht Begriffe mit früheren Stellen ab.
00:16:54: Er korrigiert eine Formulierung wenn später klar wird, dass ein Begriff anders verstanden werden muss.
00:17:00: Er prüft ob ein Warnhinweis zur späteren Handlungsanweisung passt und erachtet darauf das die selbe Funktion nicht an drei Stellen unterschiedlich heißt.
00:17:10: Genau das passiert bei einer guten Übersetzung häufig im Hintergrund.
00:17:14: Der Auftraggeber sieht am Ende nur die fertige Sprachversion Aber dazwischen steckt ein permanentes Vergleichen, entscheiden, prüfen und vereinheitlichen.
00:17:24: Ein Translation-Memory oder Thermologiedatenbanken vorhanden sind nutzte Übersetzer diese zusätzlich – dann sieht er zum Beispiel wie ähnliche Sätze früher übersetzt wurden oder welche Begriffe für Tuisen Kunden festgelegt sind.
00:17:38: Dadurch bleibt die Übersetzung konsistenter und anschlussfähig an frühere Dokumente.
00:17:44: Abhängig von Ausgangstext verhandenen Vorübersetzungen, Auftragsumfang Erfahrung und Qualifikation des Übersetzers, kann die jetzt erstellte Fachübersetzung bereits eine sehr hohe Qualität haben und als gute Grundlage für die finale Sprachversion dienen.
00:18:00: Wichtig ist.
00:18:01: aber auch hier muss klar sein was tatsächlich beauftragt wurde.
00:18:05: Wurde nur übersetzt?
00:18:07: Wurden zusätzlich Korrektur gelesen?
00:18:09: Wurt eine Revision durch eine zweite Person durchgeführt oder wurde der Text auch fachlich im Produktkontext überwulft?
00:18:15: Denn übersetzt bedeutet nicht automatisch unabhängig geprüft und freigegeben.
00:18:20: Genau diese Unterscheidung ist wichtig, auf die kommen wir auch noch gleich zurück.
00:18:27: Maschinelle Übersetzung.
00:18:30: Wie läuft dieser Prozessschritt beim Einsatz von KI ab?
00:18:33: Er unterscheidet sich deutlich von der klassischen Fachübersetzung.
00:18:37: Die KI liefert innerhalb von Sekunden eine plausibles Sprachfassung.
00:18:41: Sie erzeugt auf Basis des eingegebenen Textes eine plausible Zielsprachfassung Aber Sie arbeitet nicht verantwortlich Segment für Segment durch den Text.
00:18:52: Sie springt nicht bewusst zurück, weil später ein Fachbegriff anders einzuordnen ist.
00:18:56: Sie erkennt selten den Gesamtzusammenhang des Dokumentes.
00:19:01: Sie kennt auch nicht automatisch die Entscheidungen aus früheren Projekten.
00:19:06: Sie fragt nicht zuverlässig nach wenn ein Ausgangstext mehr deutlich ist und sie übernimmt keine Verantwortung dafür dass die Übersetzung im Gesamtdokument konsistent und sicherheitsgerecht funktioniert.
00:19:18: Das heißt nicht, dass KI an dieser Stelle keinen Nutzen hat.
00:19:22: Der wichtige Punkt ist aber die maschinelle Übersetzung ist in einem professionellen Prozess nicht automatisch das Endprodukt – sie ist eine Vorstufe, eine Rohfassung und ein Arbeitsstand.
00:19:35: Es werden die nächsten Schritte benötigt.
00:19:39: Schritt sechs Rückfragen & Klärungen.
00:19:43: Parallel zur Übersetzung läuft ein zusätzlicher Schritt ab.
00:19:47: Bei Maschinello-Übersetzung kommt er sehr selten vor.
00:19:50: Bei einem Fachübersitze kann er vorkommen.
00:19:53: Dabei ist es oft ein unterschätzter Teil des Übersetzungsprozesses, denn wir sprechen von Rückfragen.
00:19:59: Gute Übersetzerinnen und Übersitzer stellen Fragen – und das ist kein Zeichen von Schwäche!
00:20:05: Im Gegenteil….
00:20:06: Es ist ein Qualitätsmerkmal.
00:20:08: Wenn ein Begriff unklar ist wird nachgefragt.
00:20:11: Wenn ein Satz mehrdeutig ist, wird er geklärt.
00:20:14: Wenn eine Zahl auffällig wirkt wird sie markiert.
00:20:18: Wenn ein Warnhinweis widersprüchlich ist, wird er zur Klärung markiert – wenn ein Produktkontext fehlt, würde er angefordert.
00:20:26: Gerade an diesen Schnittstellen entstehen viele Qualitätsprobleme.
00:20:30: Die Redaktion denkt vielleicht das ist doch klar!
00:20:33: Die Fachabteilung denkt dass sieht man doch an der Maschine.
00:20:37: Der Ebersetzer sieht aber nur den Text und vielleicht ein Bild.
00:20:40: Ähnlich wie der Nutzer später.
00:20:42: Deshalb sind Rückfragen wichtig.
00:20:45: Sie machen unsichtbare Unglarheiten sichtbar.
00:20:48: KI fragt in der Regel aber nicht zuverlässig nach.
00:20:52: Sie fragt nicht nach, ob sichern hier mechanisch-, elektrisch- oder organisatorisch gemeint ist.
00:20:58: Sie fragt nicht nach und mit Abdeckung eine einfache Verkleidung, eine trennende Schulzeinrichtung oder eine verriegelte Schutztür gemeint sind.
00:21:06: Sie erzeugt einfach nur Texte in der Ziersprache!
00:21:10: Und genau deshalb darf KI niemals die letzte Instanz sein.
00:21:15: Schritt sieben Post Editing und Qualitätsprüfung.
00:21:20: Wenn maschinelle Übersetzung genutzt wird, kommt danach das Post-Editing.
00:21:24: Und Post-Editting bedeutet nicht – jemand liest kurz drüber!
00:21:29: Post-editing bedeutet die maschinellere Übersetzungen wird fachlich, terminologisch und sprachlich geprüft und überarbeitet.
00:21:37: Dabei geht es um Fragen wie ist die Bedeutung des Textes vollständig erhalten geblieben?
00:21:43: Wurde etwas ausgelassen?
00:21:45: Wuerde etwas Neues ergänzt?
00:21:48: Sind Fachbegriffe korrekt?
00:21:50: Sind Warnhinweise vollständig?
00:21:53: Sind Signalwörter erhalten geblieben?
00:21:56: Sind Handlungsreihenfolgen korrekte?
00:21:59: Sind Zahlen, Einheiten und Grenzwerte richtig?
00:22:03: Klingt der Text in der Zielsprache natürlich und eindeutig.
00:22:06: Passt die Übersetzung zur Zielgruppe!
00:22:09: Das ist mehr als Korrektorlesen – es ist Qualitätsprüfung.
00:22:14: Und bei sicherheitsrelevantem Inhalten ist das Krisikokontrolle.
00:22:20: Schritt Acht Revision und Fachprüfung – die Schritte, die oft eingespart werden.
00:22:26: Post-Editing verbessert die Maschine der Rohbersetzung.
00:22:30: Nach dem Post Editing kommt ein Schritt, der in der Praxis gerne übersprungen wird Die unabhängige Prüfung.
00:22:36: Und hier müssen wir zwei Tätigkeiten unterscheiden Erstens Die Revision der Umsetzung durch einen weiteren Übersetzer Und zweitens Die fachliche Prüfungen im Produktkontext bei sicherheitsrelevanten Inhalten.
00:22:52: Für professionelle Übersetzungsdienstleistungen gibt es mit der ISO-Siebzig-Einhundert einen etablierten Qualitätsrahmen.
00:23:02: Vereinfacht gesagt, in einem solchen Prozess wird eine Übersetzung nicht nur erstellt und direkt ausgeliefert – sie wird zusätzlich durch eine zweite qualifizierte Person geprüft die Ausgangstext und Zieltext miteinander vergleicht, die sogenannte Revision.
00:23:19: Dabei geht es nicht nur um Rechtschreibung oder schöne Sprache.
00:23:23: Wurde der Inhalt vollständig übertragen?
00:23:27: Wurder etwas ausgelassen, wurde etwas hinzugefügt?
00:23:30: sind Bedeutung und Terminologie erhalten geblieben.
00:23:33: Passt das Zieltext zum feinparten Zweck!
00:23:39: Diese Revision ist sinnvoll und wichtig doch leider sieht die Realität in der Praxis anders aus.
00:23:46: Die Revision wird nämlich häufig von Übersetzungsdienstleistern angeboten aber sie kostet Zeit und Geld und genau deshalb wird sie häufig nicht beauftragt.
00:23:55: Schadessen wird dann auf internes Gegenlesen verwiesen.
00:23:59: Dann kommen Aussagen wie, vom Muttersprachlichen Kollegen der Satz klingt gut?
00:24:04: Vom Vertriebspartner im Zieland das versteht man so.
00:24:08: Vom Servicemitarbeiter ist doch sprachlich okay.
00:24:13: Aber die entscheidende Frage lautet nicht, klingt es ok und es ist verständlich?
00:24:17: Die entscheidend Frage ist wurde der Zieltext wirklich mit dem Auszehrungstext verglichen?
00:24:23: Ist alles so übersetzt wie es im Ausgangstext steht?
00:24:28: Die fachliche Prüfung im Produktkontext.
00:24:31: Die fache Prüfungen im ProduktKontext hat dagegen einen anderen Schwerpunkt, hier wird geprüft ob die Aussagen im Produkt Kontext sicher und fachlich richtig sind.
00:24:41: Inhaltlich gibt es Überschneidungen mit der Prüfungs des Ausgangstextes aus Schritt zwei.
00:24:47: Wurden Schritt zwei und die Revision sorgfältig durchgeführt fällt weniger Arbeit an.
00:24:53: Dann wurde durch die Prüfun des Ausgangstexts und der Revision eine hohe Qualitätsstufe erreicht.
00:24:59: Sollte es während des Übersetzungsprozesses Änderungen am Text gegeben haben oder sind andere Komplikationen aufgetreten, kann diese Prüfung trotzdem notwendig sein.
00:25:08: Sie ist vor allem für sicherheitsrelevante Texte einzusetzen – jedoch nicht immer für das komplette Dokument!
00:25:15: Die Fachprüfung fragt, stimmt die Aussage technisch?
00:25:19: Ist die Schutzmaßnahme real verhanden?
00:25:22: Ist Handlungsanweisung sicher?
00:25:24: Sind Warnhinweise grenzwerte und Abläufe korrekt?
00:25:28: Auch diese fachliche Prüfung wird in der Praxis leider oft nicht sauber eingeplant.
00:25:34: Viele Unternehmen lassen eine Anleitung übersetzen und gehen danach davon aus, dass die Sprachversion fertig ist – eine unabhängige Gegenprüfung durch eine Fachstelle, einen qualifizierten Ansprechpartner im Zielland oder die Arbeitssicherheit findet nichts statt.
00:25:50: Manchmal aus Zeitdruck, manchmal aus Kostendruck, weil es bisher nie Beschwerden gab.
00:25:58: weil niemand zuständig ist und manchmal, weil gar nicht bewusst war dass dieser Schritt überhaupt nötig sein kann.
00:26:05: Aber bei sicherheitsrelevanten Texten reicht klingt gut einfach nicht aus.
00:26:10: Nehmen wir unser Beispiel vor Arbeiten am Antrieb Maschine ausschalten gegen wieder einschalten sichern und Stillstand aller beweglichen Teile abwarten.
00:26:21: eine Übersetzung kann grammatikalisch korrekt und gut lesbar sein.
00:26:25: trotzdem muss geprüft werden Ist irgendwie der Einschalten sichern wirklich eindeutig übertragen, gibt es diese Formulierung in der Zielsprache überhaupt?
00:26:36: Ist hier klar ersichtlich dass das nicht nur um das Ausschalten geht.
00:26:41: Ist klar, dass bewegliche Teile vollständig stillstehen müssen und ist die Reihenfolge des Schutzmaßnahmen erhalten geblieben?
00:26:50: Wenn niemand diese Fragen stellt kann eine sprachlich gute Übersetzung im kritischen Handelungsschritten fachlich schwach bleiben.
00:26:57: Deshalb sollten die Bisse Prüfungen nicht als Luxus verstanden werden.
00:27:02: Nur durch die Prüfung wird außer einer Sprachperson eine belastbare technische Dokumentation.
00:27:10: Schritt neun Layout-Kontrolle und technische Prüfungsausgabe.
00:27:16: Ein Punkt, der auch oft vergessen wird Nach der Übersetzung ist der Text nicht automatisch veröffentlichungsreif.
00:27:23: Gerade bei technischen Dokumenten muss die Ausgabe geprüft werden.
00:27:27: Die Textlänge unterscheidet sich je nach Sprache.
00:27:31: Französisch benötigt zum Beispiel häufig mehr Platz als Deutsch.
00:27:34: Auch andere Sprachen können deutlich länger oder kürzer laufen, entsprechend muss der Satzspiegel und das Layout der Dokumente geprüft werden.
00:27:42: Passende Fragen hier sind passend Tabellen noch?
00:27:46: Sind warnhinweise vollständig sichtbar?
00:27:49: Sind Zeilen um Brüche korrekt?
00:27:52: Sind Sicherheitssymbole an der richtigen Stelle?
00:27:55: Sind Verweisungen auch korrekte?
00:27:58: Sind Abbildungen passend beschriftet?
00:28:00: Sind Textlängen Im Layout beherrschbar, sind HMI Begriffe unverändert?
00:28:08: Sind Einheiten und Zahlen Formate korrekt?
00:28:11: Sind Index-, Inhaltsozeichnis- und Querverweise aktualisiert?
00:28:16: Das klingt banal.
00:28:19: Ist es aber nicht!
00:28:21: Denn gerade bei übersetzten Dokumenten entstehen viele Fehler nicht auf Satz-Ebene sondern beim Einbau in das finale Dokument.
00:28:29: Ein Warnhinweis der sprachlich korrekte ist – aber im Layout abgeschlitten wird – ist trotzdem ein Problem.
00:28:35: Eine Tabelle In der Tabellspalten verrutschen, kann technische Daten falsch zuordnen.
00:28:40: Ein Verweis, der ins falsche Kapitel führt, kann Nutzer fehleiten.
00:28:45: Auch das gehört zum Übersetzungsprozess.
00:28:49: Schritt zehn – Freigabe und Bereitstellung.
00:28:53: Am Ende dieses ganzen Prozesses steht die Freigabe Und freigabe bedeutet nicht, die da teiligt jetzt im Ordner.
00:29:01: Freigabel bedeutet, die definierte Prüfung ist abgeschlossen Die richtige Version wurde geprüft Die offenen Rückfragen sind geklärt, die relevanten Personen haben zugestimmt.
00:29:13: Die freigegebene Sprachversion ist eindeutig identifizierbar und nur diese Version wird veröffentlicht.
00:29:21: Das ist wichtig weil in der Praxis auf mehrere Versionen des Dokumentes unterwegs sind – die Rohübersetzung, die Post-Editing-Version, eine Korrekturversion, Wenn ich klar ist, welche Version final ist, entstehen Fehler.
00:29:40: Deshalb braucht es eine eindeutige Bereitstellung Wer bekommt welche Datei?
00:29:45: Wo liegt die freigegebenen Version?
00:29:48: Welche Version geht an den Kunden?
00:29:51: Welcher Version wird auf der Website veröffentlicht?
00:29:53: Welches Version wird der Maschine beigelegt und welchen Version ist dem Dokumentationssystem archiviert?
00:30:00: Das ist nicht nur Organisation das ist Nachweisführung.
00:30:06: Schritt elf Änderungsmanagement.
00:30:10: Nach der Freigabe ist der Prozess aber häufig noch nicht vorbei.
00:30:14: Denn Produkte ändern sich Texte werden angepasst Software wird aktualisiert Warnhinweise werden gegebenfalls ergänzt Technische Daten ändern sich Bauteile werden ersetzt Normen verändern sich Kundenvarianten entstehen.
00:30:33: Jede Änderung am Ausgangstext kann Auswirkungen auf die Übersetzung haben.
00:30:38: Deshalb braucht es ein Änderungsmanagement.
00:30:41: Was wurde geändert?
00:30:43: Welche Sprachversionen sind betroffen, ist die Änderung sicherheitsrelevant?
00:30:48: Muss Thermologie aktualisiert werden?
00:30:51: Muss eine Fachprüfungen erfolgen?
00:30:53: Müssen Kunden informiert werden?
00:30:56: Welches Version ersetzt denn welche?
00:30:59: Gerade bei KI-Übersetzungen ist dieser Punkt besonders wichtig!
00:31:04: Wenn Änderungen unkontrolliert wieder durch einen KI-Tool laufen können bereits geprüfte Formulierungen verloren gehen.
00:31:11: Denn Chatchivity ist kein Translation-Memorysystem, es merkt sich nicht automatisch welche Übersetzung in einem früheren Projekt geprüft und freigegeben wurde.
00:31:21: Wenn man einen Text erneut eingibt ohne alte Übersetzungen, ohne Thermologie und ohne klare Vorgaben kann eine neue anders formulierte Übersetzung entstehen.
00:31:31: Sie klingt vielleicht wieder gut aber sie ist nicht automatische dieselbe geprüften Version wie vorher.
00:31:38: Dann wird aus einem ursprünglich stabilen Prozess wieder ein Glücksspiel.
00:31:44: Wo KI in diesem Prozess passt und wo nicht?
00:31:49: Wenn man diesen normalen Übersetzungsprozess einmal gesehen hat, wird klar – KI ersetzt nicht den Prozess!
00:31:56: KI kann aber einzelne Schritte unterstützen.
00:32:00: Sie können eine Rohübersetzung liefern Sie können interne Orientierung erleichtern Sie können einfache Textmengen vorbereiten Sie können Varianten schneller zugänglich machen.
00:32:10: Sie kennt bei Formulierungen helfen.
00:32:16: Aber sie ersetzt nicht Auftragsklärung, die Prüfung des Ausgangstextes, Terminologiearbeit, Rückfragen, frachliche Prüfungen wie Freigabe, eine Layout-Kontrolle, Änderungsmanagement oder Verantwortung.
00:32:34: Und genau deshalb ist die zentrale Frage nicht – kann KI übersetzen?
00:32:39: Die zentale Frage lautet An welcher Stelle im Prozess darf KI eingesetzt werden Und welche Prüfung muss danach folgen?
00:32:49: Ein sauberer Ablauf mit KI-Unterstützern.
00:32:53: Wie kann also der Übersetzungsprozess mit KI Unterstützung aussehen?
00:32:57: Machen wir das an einem einfachen Beispiel greifbar!
00:33:01: Ein Unternehmen möchte eine Betriebsanleitung für eine Maschine vom Deutschen ins Englische und Französische übersetzen lassen.
00:33:08: Ein saubere Prozess könnte es so aussehen.
00:33:12: Schritt eins – Auftragsklärung.
00:33:14: Es wird geklärt, welche Dokumente übersetzt werden Für welchen Markt, für welche Zielgruppe und für welche Verwendung und mit welcher Sicherheitsrelevanz.
00:33:25: Schritt zwei Prüfung des Ausgangstextes.
00:33:28: Die technische Redaktion prüft den deutschen Ausgangstext – sind warmheilweise vollständig?
00:33:33: Sind Handlungsanweisungen klar?
00:33:35: Sind Varianten sauber getrennt?
00:33:37: Sind Begriffe konsistent?
00:33:40: Schritt drei Terminologie bereitstellen.
00:33:44: Produktbegriffe, Bauteile, HMI-Bezeichnungen, Sicherheitsbegriffen und verbotene Synonyme werden definiert und als Thermologieliste der KI bereitgestellt.
00:33:56: Schritt Vier – Verhandene Übersetzungen nutzen.
00:33:59: Translation Memory und bereits freigegebene Üversetzungen werden eingebunden damit konsistente Formulierungen wiederverwendet werden können.
00:34:09: Schritt Fünf – Inhalte klassifizieren und für Prüfung durch Menschen priorisieren.
00:34:15: Die Einleitung und die allgemeine Beschreibung der Maschine.
00:34:18: Niedriges Risiko Bedienung und Montageschritte.
00:34:22: Mittleres Risikog.
00:34:25: Warnhinweise, Wartung, Energieesolierung oder Störungsbeseitigung.
00:34:30: Hohes Risiko Hier muss später kründlich gegen geprüft werden.
00:34:35: Schritt Sechs KI-Tool und Datenschutz prüfen.
00:34:40: Es wird nur ein freigegebenes KI System genutzt welches vorher entsprechend ausgewählt wurde.
00:34:45: Datenschuz, Vertraulichkeit und Kundenvorgaben sind geklärt.
00:34:50: Schritt Sieben KI-Übersetzung erzeugen.
00:34:54: Der Ausgangstext wird in die KI geladen.
00:34:57: Die KI liefert eine Rohfassung, nicht die Endfassung.
00:35:01: Schritt Acht – Postediting.
00:35:04: Ein qualifizierter Posteditor prüft Sprache, Thermologie und Vollständigkeit und Konsistenz.
00:35:12: Schritt Neun – Fachprüfung.
00:35:14: Für sicherheitsrelevante Inhalte prüfte eine fachkundige Stelle die Übersetzung gegen das Original.
00:35:21: Schritt Sehn – Layout-Kontrolle.
00:35:24: Das finale Dokument wird geprüft.
00:35:26: Tabellen, Warnhinweise, Verweise, Abbildungen, Textumbrüche, Symbole und Formatierung.
00:35:32: Schritt elf – Freigabe.
00:35:34: Nur die geprüfte und freigegebene Sprachversion wird veröffentlicht.
00:35:39: Schritt zwölf – der letzte Schritt Änderungsmanagement.
00:35:43: Bei späteren Änderungen wird gepprüft welche Sprachversionen betroffen sind und ob kritische Inhalte erneut freigegben oder überprüft werden müssen.
00:35:52: Link nach vier Ja Übersetzungsmanagement ist komplex, aber dieser Prozess ist kein übertriebener Luxus.
00:36:00: Er ist sein kontrollierter nachvollziehbarer Prozess.
00:36:04: und genau das ist der Unterschied zwischen Wir haben KI genutzt und wir haben KI verantwortungsvoll in unseren Übersetzungprozess eingebunden.
00:36:15: Zusammenfassung Erst im Prozess verstehen dann KI einsetzen.
00:36:21: Fassen wir zusammen.
00:36:23: erstens Viele Risiken entstehen, weil Übersetzung als einfache Umwendungsschritt verstanden wird.
00:36:29: Text rein, Text raus – fertig!
00:36:31: Aber professionelle Übersetzungen ist ein Prozess.
00:36:35: Zweitens Dieser Prozess beginnt mit Auftragsklärung, Ausgangstextprüfung und Thermologie nicht mit dem Übersetzungstool.
00:36:45: Drittens Translation Memory, Thermologie- und Rückfragen sind wichtige Qualitätsbausteine.
00:36:52: Sie sorgen dafür dass Übersätzungen konsistent, verständlich und fachlich belastbar werden.
00:36:59: Viertens.
00:37:00: KI kann in diesem Prozess unterstützen, aber sie ersetzt den nicht komplett.
00:37:07: Fünftens.
00:37:08: Maschinelle Übersetzung ist höchstens eine Rohfassung – danach braucht es je nach Risikoeinstufung, Post-Editing, Fachprüfungen, Layoutkontrolle und Freigabe.
00:37:19: Sechstends.
00:37:21: Sicherheitsrelevante Inhalte brauchen besondere Aufmerksamkeit.
00:37:24: Warnhinweise, Wartungsanweisungen, Störungsbeseitigung und ähnliche Textinhalte dürfen nicht ungeprüft veröffentlicht werden.
00:37:33: Siebtens Egal wie groß das Unternehmen ist Es braucht einen klar definierten Prozess mit Mindestinhalten Wie freigegemene Tools Terminologie Risikoglassen Prüfung kritischer Inhalte Und dokumentierter Freigabe.
00:37:49: Abschluss KI ersetzt keine Übersetzungsqualität.
00:37:55: Was ist also?
00:37:56: Mein Fazit dieses Dreiteilers.
00:37:59: Teil eins hat gezeigt, ungeprüfte KI-Übersetzungen können in der technischen Dokumentation zum Risiko werden.
00:38:05: Teil zwei hat gezeigt – Dieses Risiko ist nicht nur theoretisch!
00:38:09: Die ersten Fehler und Pannen sind bereits sichtbar.
00:38:13: Und diese Folge zeigt ….
00:38:15: die Lösung ist nicht KI pauschal zu verbieten.
00:38:19: Die Lösung ist den Übersetzungsprozess zu verstehen, die Verantwortung sauber zu organisieren Denn wenn Übersetzung nur als Blackbox gesehen wird, wird KI wie eine einfache Abkürzung.
00:38:32: Aber technische Übersetzungen ist mehr als Sprache – sie ist ein kompletter Prozess, sie ist Vorbereitung, Thermologie, Kontext, Rückfrage, Prüfung, Fachwissen, Layout-Kontrolle, Freigabe und Änderungsmanagement.
00:38:46: KI kann darin ein hilfreiches Werkzeug sein aber sie ersetzt nicht den gesamten Prozess und sie ersetzt nicht die Verantwortung.
00:38:54: Wenn Sie also KI-Übersetzungen in Ihrem Unternehmen einsetzen möchten, beginnen Sie nicht mit der Frage welches Tool ist am schnellsten.
00:39:03: Beginnen sie mit der frage wie sieht eigentlich unser Übersetzungsprozess aus und an welcher Stelle darf die KI darin sinnvoll unterstützen?
00:39:12: Denn nicht die KI entscheidet ob eine Übersetzung sicher ist.
00:39:16: Der Prozess entscheidet es!
00:39:19: Das war's für heute.
00:39:21: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, abonnieren Sie unseren Podcast, teilen sie ihn mit Kolleginnen und Kollegen oder schreiben Sie uns Ihre Fragen- und Themenvorschläge.
00:39:30: Wenn Sie unsicher sind ob Ihre Übersetzung fachlich belastbar ist oder ob Ihre KI Prozesse sauber aufgesetzt sind sprechen Sie uns gerne an!
00:39:38: Alle Informationen dazu finden Sie in den Shownotes.
00:39:41: Ich bedanke mich fürs Zuhören.
00:39:43: Bis zum nächsten Mal und denken Sie daran Dokumentation wirkt In jeder Sprache.