TV#08 Wenn KI-Übersetzungen scheitern: Erste Fälle aus der Praxis
In der letzten Folge haben wir erklärt, warum ungeprüfte KI-Übersetzungen in der Technischen Dokumentation riskant sind. In dieser Folge schauen wir darauf, was inzwischen in der Praxis sichtbar wird.
Denn KI-Texte und maschinelle Übersetzungen sind längst nicht mehr nur ein Zukunftsthema. Sie landen in echten Prozessen, echten Veröffentlichungen und echten Dokumenten. Und genau dort zeigen sich die ersten Probleme: KI-Metatexte auf Produktverpackungen, missverständliche Übersetzungen mit realen Folgen und fachlich gut klingende Texte, die trotzdem Inhalte verändern, abschwächen oder auslassen.
Wir ordnen diese Fälle für die Technische Dokumentation ein: Was bedeutet das für Betriebsanleitungen, Warnhinweise, Wartungstexte, HMI-Texte und CE-relevante Inhalte? Warum reicht ein normaler Sprachcheck nicht aus? Und weshalb ist ein flüssiger Text nicht automatisch ein sicherer Text?
Außerdem greifen wir aktuelle Einschätzungen und Warnungen auf – unter anderem vom BDÜ, von der EU-Kommission, vom BSI und aus dem EU AI Act. Der gemeinsame Nenner: KI kann unterstützen, aber sie ersetzt keinen geprüften Übersetzungs- und Freigabeprozess.
Das nehmen Sie mit:
- Welche KI- und Übersetzungspannen bereits sichtbar geworden sind
- Warum Praxisfälle aus Verpackung, Bahn und Medizin für technische Dokumentation relevant sind
- Was der BDÜ zu KI-Übersetzungen, Auslassungen und erfundenen Inhalten sagt
- Warum selbst die EU-Kommission maschinelle Übersetzungen nur mit Einschränkung einordnet
- Weshalb das BSI bei generativer KI eine anwendungsfallbezogene Risikoanalyse empfiehlt
- Warum gut klingende Übersetzungen besonders gefährlich sein können.
Zeitlich begrenztes Angebot
Wenn Sie aktuell vor der Frage stehen, ob eine KI- oder maschinell erzeugte Übersetzung Ihrer technischen Dokumentation fachlich belastbar ist, bieten wir Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung einer Übersetzung durch unsere Übersetzer an.
Dafür benötigen wir lediglich:
- die Ausgangssprache
- die Zielsprache
des zu prüfenden Dokuments.
Senden Sie Ihre Anfrage an: j.mayr@gft-online.de
Die Aktion ist zeitlich begrenzt und gilt bis Oktober 2026.
Quellenangaben: - BDÜ: Positionspapier zum Einsatz von KI, LLM und neuronaler maschineller Übersetzung beim Übersetzen von Texten.
- EU-Kommission: Hinweise zur maschinellen Übersetzung auf Europa-Webseiten; Qualität und Genauigkeit können variieren, keine Garantie für Richtigkeit.
- BSI: Stellungnahme zu generativer KI; Risiken in kritischen Bereichen sollen im Rahmen einer systematischen und anwendungsfallabhängigen Risikoanalyse betrachtet werden.
- BSI: Aktualisierte Publikation zu Chancen und Risiken generativer KI-Modelle, veröffentlicht am 21. Januar 2025.
- EU AI Act Service Desk: Artikel 14 zur menschlichen Aufsicht bei Hochrisiko-KI-Systemen; Menschen müssen KI-Ausgaben überwachen, interpretieren und gegebenenfalls übersteuern können.
- EU-Maschinenverordnung 2023/1230: Verordnung über Maschinen, veröffentlicht im Amtsblatt der EU.
- DGUV zur EU-Maschinenverordnung: Bis 19. Januar 2027 gilt die Maschinenrichtlinie, ab 20. Januar 2027 die Maschinenverordnung; keine Übergangsphase mit Wahlmöglichkeit.
- BMJ Quality & Safety: Studie zur Genauigkeit und Sicherheit maschineller Übersetzung von patientenspezifischen Entlassanweisungen mit ChatGPT-4 und Google Translate.
- WELT/dpa: Übersetzungsfehler im Zug – aus der Frage nach einem geteilten Zug wurde eine vermeintliche Explosion.
- Heute.at: KI-Anweisung landet auf Waffelverpackung.
Wenn Sie Themenvorschläge an uns senden wollen, richten Sie diese an:
Florian Schmider: f.schmider@gft-akademie.de
oder
Florian Seckinger: f.seckinger@gft-akademie.de
GFT Akademie GmbH
Telefon: +49 7836 9567-0
E-Mail: info@gft-akademie.de
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